NAH & FERN
Literaturfestival 2026

Plakat des NAH & FERN Literatur-Festival 2026 als PDF-Datei

16. - 25. August 2026
Literatur & mehr - umsonst und draußen

METROPOLENGARTEN auf Dahlbusch
Steeler Straße 61
Gelsenkirchen Rotthausen / Ruhrgebiet

Das kleine Literaturfestival zwischen Gartenparzelle, Gewächshaus und alter Villa im Metropolengarten Gelsenkirchen Rotthausen (Ruhrgebiet) lockt Jahr für Jahr Freunde*innen von Büchern, Geschichten und lebendigem Vortrag nach Rotthausen, und das stets bei freiem Eintritt!

Schirmherrschaft: Andrea Henze, Oberbürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen

Der Garten öffnet jeweils 60 Minuten vor Programmbeginn.

Der Eintritt ist frei!


Programm | Anfahrt



Programm

Donnerstag, 16.07.2026

15:00 Uhr
Lesung mit Frauke Angel

Ein Zimmer für mich allein
Die neunjährige Elli hat nur einen einzigen Wunsch: ein Zimmer für sich allein. Das ist allerdings gar nicht so einfach mit zwei Brüdern und einer alleinerziehenden Mutter in der Plattenbausiedlung. Doch zum Glück hat Elli ihre beste Freundin Nursemin, eine angehende Poetin mit untrüglichem Gespür für Sprache und andere wichtige Dinge des Lebens, an der Seite, die einen ganz ähnlichen Wunsch hat. Und dann kommt den Mädchen ein riesiger Hund und ein rostiger Nagel zur Hilfe. Das Abenteuer beginnt

Frauke Angel wurde 1974 im Ruhrgebiet geboren. Sie ist ausgebildete Schauspielerin und arbeitete 20 Jahre an deutschen Bühnen, zudem als Putzfrau, Verkäuferin, Grabpflegerin, Schweißerin, Bardame, Luftgitarristin und Ghostwriterin. Seit 2012 ist sie freie Autorin.
Sie schreibt vor allem für Kinder und Jugendliche.

19:00 Uhr
Lesung mit Birgitta M. Schulte

Ruhrgemüse polnisch
Eine Familiengeschichte im Ruhrgebiet, die vom Ankommen in der Fremde, von Zusammenhalt, Kampf gegen Ausgrenzung, Ungerechtigkeit und Armut erzählt – am Ende des 19. Jahrhundert bis in die 1930er Jahre. Adam und Zuzanna erleben als polnische Zuwanderer ein Dortmund im Pulsschlag der enormen industriellen Entwicklung. Durch einen Arbeitsunfall verliert Adam ein Auge und wenig später seine Stelle. Er tritt einem Spar- und Bauverein bei, engagiert sich in der Gewerkschaft, bei den Socialdemokraten und für die neue Arbeiter-Zeitung. Um die Familie zu unterstützen, nimmt Zuzanna Kostgänger auf und verdingt sich als Näherin.
Die Familie wächst, kämpft um ihre Identität und die neue Heimat – auch im Widerspruch zu manchen Freunden aus der alten Heimat, polnischen Nationalisten, sowie im Kampf mit den täglichen Ausgrenzungen durch die Einheimischen.
Birgitta M. Schulte spürt in „Ruhrgemüse, polnisch“ den familiären Wurzeln nach. Wie es den Urgroßeltern ergeht, die als Westpreußen und Polen in stürmischen Zeiten im Ruhrgebiet gegen Widerstände von verschiedenen Seiten – Kirche, Nationalverbände, politsche Positionen, Arbeitshierarchien – zu kämpfen haben. Wie sie gezwungen werden, ihren Familiennamen zu ändern – aus Koszyński wird Kosshofer. Wie sie aber dennoch oder auch gerade deswegen ihren Platz finden.
Erzählt wird ein wichtiges Kapitel des Ruhrgebiets: Die frühe Phase der Arbeitsmigration, als der industrielle Aufschwung Arbeitskräfte nach Dortmund, Essen und die anderen großen Städte der Region holte.
Gespickt mit zahlreichen historischen Details zeichnet Birgitta M. Schulte in „Ruhrgemüse, polnisch“ das spannende Portrait einer Familie, die sozusagen ein Gegenentwurf zu den „Buddenbrooks“ ist.


Freitag, 17.07.2026

19:30 Uhr
Lesung mit Bernd Gieseking

Seepferdchen mit sechzig
Reden wir gar nicht lange drum rum: mit 60 beginnt das dritte Drittel. Da sollte/muss man abwägen, was noch zu tun ist, was noch getan werden kann. Wenn der eigenen Lieblingsmannschaft der Aufstieg schon nicht gelingt, dann muss man selber ran. Und die Frau wünscht sich den Aufstieg zur Zugspitze. Upps! Aber Gott sei Dank: Die haben eine Gondel! Aber es kommt anders als von ihm gehofft. Und das hat Folgen bzw. Voraussetzungen: Bernd Gieseking macht einen HariboEntzug und kauft eine Jahreskarte fürs Freibad. Er muss feststellen: Eine 50 Meter Bahn ist mehr als doppelt so lang wie eine 25 Meter Bahn! Unversehens taucht eine weitere Hürde auf: Die Seepferdchen Prüfung, die Gieseking noch nicht absolviert hat, weil er so alt ist, dass es "Seepferdchen" damals noch gar nicht gab! Ein Abend über das Älterwerden, aber auch über das Glück, über das Altern der Eltern, über Aufstieg und Abstieg, über Fitness und Fettzellen, über Waagen und wagen und Joggingklamotten, die nicht schneller aussehen sollten, als man laufen kann. Bernd Gieseking erinnert sich an eine Jugend in Clogs und philosophiert über die Kunst des Schlenderns.

Bernd Gieseking ist nur 12 Kilometer entfernt vom tiefsten Punkt Ostwestfalens aufgewachsen. Wer von dort stammt, ist kein Typ für die Berge. Seine Frau ist eine langbeinige Ricke, er eher der Typ Galloway-Rind. Als Einstieg für den Aufstieg wartet auf ihn das "Höllental", aber am Ende steht er tatsächlich - mit seinem Publikum - auf der Zugspitze!
Er ist im Hauptberuf Kabarettist, schreibt außerdem Bücher und fürs Radio, für Kinder und Erwachsene, war Hausautor am Staatstheater Kassel, habe lange für den WDR und HR gearbeitet, habe zahlreiche Kinderhörspiele geschrieben für HR und WDR (Lilipuz), sogar Preise bekommen, einige Features und etliche Moderationen gemacht, u.a. für 'Unterhaltung am Wochenende', WDR 5, war lange Ensemblemitglied mit Thomas C. Breuer, Urban Priol und Henning Venske bei 'Das war's. War's das?', HR 2, laudatiere Karikatur- und Cartoon-Ausstellungen oder Preisverleihungen in diesem Feld, u.a. den 'Deutschen Karikaturenpreis', moderiere 'Specials' und Festivals, u.a. das 'Festival der Komik' des 'Caricatura Museum für Komische Kunst' Frankfurt und überhaupt sind die Caricatura Galerie in Kassel und das Caricatura Museum in Frankfurt, an deren Entstehung ich auch irgendwie beteiligt war, und deren Umfeld, von Titanic bis TAZ Wahrheit, meine nicht nur künstlerische Familie und Heimat. ​ Ich bin Kolumnist für die TAZ Wahrheit (seit mehr als 20 Jahren), beim Mindener Tageblatt (seit 3 Jahren) mit


Samstag, 18.07.2026

16:00 Uhr
Lesung mit Mascha Unterlehberg

Wenn wir lächeln
Jara steht auf der alten Eisenbahnbrücke über der Ruhr und starrt ins tiefdunkle Gewässer. Anto, die gerade noch neben ihr saß, ist in den Fluss gesprungen und taucht nicht wieder auf. Das Einzige, was Jara von hier oben erkennen kann, ist der Baseballschläger, mit dem sie in dieser Nacht ein Autofenster eingeschlagen haben und der jetzt nicht sinken will.
Als Jara zum ersten Mal auf Anto trifft, ist diese zwar die schlechteste Spielerin auf dem Fußballplatz, aber trotzdem mit Abstand die mutigste. Die beiden freunden sich an, und schnell ist klar: Ihre Schwesternschaft steht über allem – sie teilen Lipgloss, Cherry Cola und Gewaltfantasien. Jeden Abend ein neuer Plan, sie haben alles im Blick und alles im Griff. Bis ihnen Stück für Stück die Kontrolle entgleitet. Es bleibt die Frage: Wohin mit all der Wut?
In ihrem Debütroman zeichnet Mascha Unterlehberg das bestechende und kraftvolle Porträt einer zarten Freundinnenschaft, die sich gegen den Druck von außen und eine stets drohende Gewalt behaupten muss – bis es Zeit ist, zurückzuschlagen.

MASCHA UNTERLEHBERG, geboren in Mülheim an der Ruhr, hat Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte in Freiburg und Paris studiert sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie hat an Theatern in Deutschland und der Schweiz gearbeitet, war Finalistin des 27. open mike und nahm mit ›Wenn wir lächeln‹ 2023 am Literaturkurs in Klagenfurt teil.
2025 war Mascha Unterlehberg mit ihrem roman auf der Shortlist zum Literaturpreis Ruhr.

17:30 Uhr
Lesung mit Andreas Wilink

Wenn es anders wäre
Das komplexe Verhältnis zu einem jüngeren Mann wird zum Anlass einer bis in die Kindheit zurückreichenden Selbstbefragung. Ein weites Panorama an Begegnungen und Freundschaften öffnet den Blick auf die unabänderlich wiederkehrenden Lebensmuster. Was fehlt hier? Und warum?
Ein Selbstbild aus Begegnungen, Beziehungen und Bezügen: In den Höhen und Tiefen einer intensiven Freundschaft und Liebe zu einem jüngeren Künstler verdichtet Andreas Wilink die eigenen Charakterprägungen. Die Frage nach dem Woher und Warum führt zurück zu den Familienverhältnissen, die seinem Gefühlsleben für immer die Richtung gaben, zu all den sich nie ganz erfüllenden Lieben und zu Freundschaften, in denen sich das Eigene immer gespiegelt hat - von der Schulzeit bis in die Jahre seiner Arbeit als Journalist, die ihn sehr nah an berühmte Menschen und deren Schicksale brachte. Das Ergebnis ist eine sprachlich feinnervige und sehr persönlich erzählte Lebens- und Mentalitätsgeschichte vor dem Hintergrund der deutschen und internationalen Kulturwelt.

1957 in Bocholt geboren, studierte er Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Der auch in Düsseldorf lebende Kulturjournalist, Theater- und Filmkritiker war seit den 80er Jahren Redakteur der Westdeutschen Zeitung, wechselte dann zur Süddeutschen Zeitung, bevor er 2003 das NRW-Magazin kultur.west mitbegründet und bis 2018 geleitet hat.

19:00 Uhr
Musikalische Lesung

Dornwittchen und die 7 Zwiebeln
Von listigen Liebhabern und vom Lob des Ungehorsams. Von zwielichtigen Pflanzen und lächerlichen Lurchen. Von zärtlichen Melodeien und grobem Unfug. Sie glauben, Grimms Märchen zu kennen? Tiefschlaf, Rache, Kuss und Tränen - Sie möchten wissen, worum es dem Prinzen eigentlich ging? Zwerge, Dornen, Pech und Gold - was muss eine Frau tun, um wirklich eine Prinzessin zu sein?
Virtuos und spielerisch verwandelt das Trio bekannt Geglaubtes in sausende Saitenklänge und Wortkaskaden. Märchen werden auf den Kopf gestellt und durchgeschüttelt, bis daraus hervorsprudeln: zauberhafte Musik und tiefe Erkenntnisse. Für Menschen mit Fantasie und Sinn fürs Fantastische.

Jutta Seifert, Schauspielerin, ist seit dreißig Jahren bundesweit mit Literaturinszenierungen auf Tour. Einladungen führten sie nach Frankreich, Ungarn, Rumänien, Namibia und in die USA. Zusammen mit Musiker:innen und Sänger:innen aus Klassik, Pop und Jazz hebt sie fast vergessene literarische Schätze und macht sie zu einem Tanz zwischen Wort und Ton. Sie ist Sprecherin zahlreicher Hörbücher und Preisträgerin des internationalen Heinrich-Heine-Rezitationswettbewerbs.

Das Duo Bergerac - Karin Scholz und Peter Ernst: Im Nachtzug München-Rom begegnen sich Karin Scholz und Peter Ernst zum ersten Mal - da sind die beide auf dem Weg zu einem internationalen Gitarrenwettbewerb. Es ist das letzte Mal, dass die beiden Nachwuchs-Gitarrenvirtuos:innen gegeneinander antreten. Seitdem gewinnen sie gemeinsam Preise (Montélimar / Bubenreuth / Wuppertal) und geben Konzerte dies- und jenseits des Atlantiks. Die Auftritte werden flankiert von acht Alben und Rundfunkproduktionen


Sonntag, 19.07.2026

ab 15:00 Uhr
Offene Bühne Literatur

Selbstgeschriebenes in ca. zehn Minuten auf die Bühne bringen.
Oder Bücher aus der Welt der Literatur vorstellen.

Texte (Bücher) können im Rahmen einer offenen Literaturrunde vorgetragen werden.

Wer lesen möchte, meldet sich per E-Mail an helmutwarnke@arcor.de an. Zuhörer:innen sind herzlich willkommen.


Freitag, 24. Juli 2026

19:30 Uhr
Lesung mit Frank Goosen

Lovely Rita
Drei Schicksale, ein Tresen, hundert Geschichten: In Frank Goosens neuem Roman reisen wir durch die Lebensgeschichten von drei unkonventionellen Frauen und kehren dabei immer wieder an den Kneipentresen zurück, an dem sich die Schicksale kreuzen. Gewohnt urkomisch beschreibt der Autor ein langsam verschwindendes Biotop und erzählt voller Wärme eine große Geschichte. 
Die legendäre Kneipe Haus Himmelreich, eine der letzten ihrer Art im ganzen Ruhrgebiet, soll schließen – ein Jammer! Das nimmt der Erzähler zum Anlass, die finalen Stunden in der Kneipe zu verbringen: Bei seiner Recherche für einen Artikel begegnet er vielen skurrilen Stammgästen, die so einiges zu erzählen haben.
Aber der wahre Geist der Kneipe ist die Wirtin Rita Urbaniak, die den ganzen Abend über gar nicht persönlich auftaucht und doch gehörig von sich reden macht: Sie betreibt das Haus Himmelreich schon seit den 1970ern, auch wenn sie eigentlich mal was ganz anderes machen wollte. Außerdem hat sie die Tochter ihrer Schwester Chris, die sich irgendwann in die weite Welt verabschiedet hat, aufgezogen. Aber wo bleibt Rita überhaupt? Sie darf doch das Finale nicht verpassen!

Frank Goosen wurde 1966 in Bochum geboren. Er studierte Geschichte, Germanistik und Politik an der Ruhr-Universität und bildete ab 1992 mit Jochen Malmsheimer das Literatur-Kabarett-Duo Tresenlesen, das sich 2000 nach fast eintausend Auftritten vorübergehend auflöste, 2020 wieder zusammenfand und seit 2022 auch wieder live auftritt.


Samstag, 25. Juli 2026

17:00 Uhr
Lesung mit Julia Hoch

Frau Putz
Frau Putz ist ein Roman über "die kleine Frau", der klug fragt: Wie wird über den Wert eines Menschen geurteilt?
Kerstin Wischnewski ist selbstständige Reinigungskraft - und ihr brechen die Aufträge weg. Unverhofft erhält sie das rettende Angebot, die gut zahlende und zugleich sehr spezielle Stammkundschaft einer Kollegin zu übernehmen. Während ihrer Arbeit bei einem geisterhaften Künstler, einer mit Tauben plaudernden alten Dame, dem mopsigen Richard III. und zwischen sprechenden Kaffeeautomaten muss Kerstin peinlich darauf achten, welche Räume sie betreten darf und wann Distanz notwendig oder Nähe unvermeidbar ist. Dabei wird eine Frage in ihr immer lauter: Wer (be)achtet sie und ihre Arbeit?
"Frau Putz" wurde mit dem Preis des Literaturfests Meißen 2025 ausgezeichnet.

Julia Hoch ist 1982 in Solingen geboren und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Bochum. Sie studierte Kulturwissenschaften (Schwerpunkt Literatur) in Hagen und Prosaschreiben bei der »Textmanufaktur«. Derzeit absolviert sie ein Zusatzstudium der Neueren deutschen Literatur. Ihre Texte erschienen u. a. in Anthologien, Literaturzeitschriften und auf Literaturwebseiten. Sie ist Mitgründerin des Literaturförderungsprojekts »Prosa:ist:innen«, Mitherausgeberin des Literaturmagazins »introspektiv« sowie Mitglied im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Bundesverband junger Autorinnen und Autoren sowie des LiteraturKollektivs Bochum. Seit Sommer 2022 verstärkt sie das Team des Ulrike Helmer Verlags, arbeitet zudem als freie Lektorin und leitet Schreibkurse an der VHS Bochum.

18:30 Uhr
Lesung mit Henning Sussebach

Anna oder: Was von einem Leben bleibt
1887, tief im Sauerland. Eine junge Frau kommt den Weg hinauf ins Dorf Cobbenrode. Dort soll Anna Kalthoff die neue Lehrerin werden. Doch sie wird es nicht bleiben. Denn Anna widersetzt sich bald den Erwartungen des Ortes und den Regeln ihrer Zeit. Sie entscheidet selbst, was sie zu tun und zu lassen hat, wie sie leben und wen sie lieben will.
Zwei Jahrhunderte später rekonstruiert der Urenkel Annas inspirierendes Leben und rettet so die Geschichte einer selbstbewussten Frau vor dem Vergessen. Sein Buch ist eine zauberhafte Annäherung an die Vorfahren, ohne deren Entscheidungen und Mut es uns nicht gäbe.
Einige Fotos, Poesiealben, Postkarten, ein Kaffeeservice, ein Verlobungsring: Viel mehr stand Henning Sußebach nicht zur Verfügung, als er sich auf die Spuren seiner Urgroßmutter Anna begab. Nach einem Jahr der Suche fügte sich ein Bild: Da hat eine scheinbar gewöhnliche Frau ein außergewöhnliches Leben geführt, gegen allerlei Widerstände. Anna nahm sich, was sie vom Leben wollte. Männer, Arbeit, Freiheit! Diesem Willen hat der Autor seine Existenz zu verdanken. Sein Buch ermuntert uns alle, nach den Annas zu suchen, die es in jeder Familiengeschichte gibt.

Henning Sußebach, Jahrgang 1972, ist Redakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT. Für seine Reportagen wurde er mit einigen der wichtigsten deutschen Journalistenpreise ausgezeichnet, darunter: der Deutsche Reporterpreis, der Theodor-Wolff-Preis, der Henri-Nannen- Preis und der Egon Erwin Kisch-Preis.

20:00 Uhr
Lesung mit Lisa Roy

Alles ist Gold
Zwei Frauen, ein Roadtrip und die Frage: Worin liegt der Sinn im eigenen Leben, wenn theoretisch alles möglich ist? Lisa Roy fängt mit ihrem neuen Roman das Lebensgefühl der Millennials ein.
Jana Doktor ist fast dreißig, frisch getrennt und vorübergehend wieder bei den Eltern eingezogen. Ihr Studium dümpelt vor sich hin, nach einem One-Night-Stand ist sie schwanger, alles gerade nicht so Gold also. Soll sie das Kind bekommen oder lieber nicht?
Den einzigen ihr nahestehenden Menschen, ihren Bruder - queer, glücklich verheiratet und neuerdings Vater -, mag sie diesmal nicht ins Vertrauen ziehen, er hat genug um die Ohren. In einem Kölner Imbiss begegnet Jana einer Frau, die so ganz anders ist als sie: selbstbewusst und klar. Aber auch Miral steht an einem Wendepunkt. Spontan begeben sich die beiden Frauen auf einen Roadtrip nach Italien, der für Jana ein unerwartetes Erlebnis bereithält: eine Epiphanie?
Lakonisch und zugleich warmherzig erzählt Lisa Roy von der Suche nach Sinn und Zugehörigkeit, nach Glauben, Familie, Liebe und Freundschaft in einer zunehmend unübersichtlichen Welt.

Lisa Roy wurde 1990 in Leipzig geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Sie veröffentlicht Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien. 2023 erschien ihr erster Roman "Keine gute Geschichte" im Rowohlt Verlag. Ihr zweiter Roman, "Alles ist Gold" erscheint im Mai 2026, auch bei Rowohlt. Lisa Roy lebt mit ihrer Familie in Köln. 




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