Querbeet
Sommerlicht 2026
Sommerlicht 2026
27. Juni
2026
Musik, Kunst, Literatur & mehr - umsonst und draußen
METROPOLENGARTEN auf Dahlbusch
Steeler Straße 61
Gelsenkirchen Rotthausen
Querbeet Sommerlicht präsentiert auch in diesem Jahr Musik,
Literatur und bildende Kunst in der grünen Oase von Gelsenkirchen-Rotthausen.
Der Name „Querbeet“ hält, was er verspricht! So kommen die Besucher quer durch die verschiedenen Kulturgenres voll auf ihre Kosten.
Künstlerische Leitung: Helmut Warnke
Der Eintritt ist frei!
Programm | Anfahrt
Programm
14:00 Uhr
Städtische Musikschule
Ein kleines Querbeet durch die Musikschulklassen. Gerade die städt. Musikschule bildet die musikalische Vielfalft Gelsenkirchens ab.
ca. 15:30 Uhr
Laetitia Stengel (Kleines Solokonzert)
Laetitia Stengel studiert Jazz&Pop an der Musikhochschule ArtEZ in Zwolle NL. In Gelsenkirchen ist sie bereits mehrmals im Musiktheater und zusammen mit der Neuen Philharmonie Westfalen aufgetreten. U.a. wirkte sie bei ‘ABBA forever’ mit. Lätitia Stengel sing Jazz und Popsongs.
ca. 16:45 Uhr
Nic Koray
Die deutsche Singer/Songwriterin mit Wurzeln in der Türkei und starker Affinität zu Irland & Großbritannien geht in ihren folkigen Songs auf eine mal ausgelassenene, mal melancholisch-nachdenkliche Indie-Folk-Pop-Reise.
Ob an der Akustikgitarre oder am Klavier, steht für Nic Koray immer der persönliche Kontakt im Mittelpunkt, wenn die sympathische Sängerin & Komponistin ihre lyrischen Lieder, denen oft eine kleine Geschichte zugrunde liegt, mit dem Publikum teilt. Dabei klingt auch ihr übriges Leben als Illustratorin & Schäferin gerne durch, denn viele Songs sind durch eine enge Verbundenheit mit der Natur inspiriert und geprägt.
ca. 18:30 Uhr
Melody Reich
„sommernachtsgeträumt!“ - frei nach Shakespeares „Sommernachtstraum“
Erzähltheater von und mit Melody Reich
Der Schauplatz: ein großer, sommerlicher Wald in der Nähe der alten Stadt Athen, der magische
Geheimnisse birgt.
Die Figuren: vier verrückt verliebte junge Menschen, ein Elfenkönig und eine Elfenkönigin, die
sich schwer verstritten haben und eine Truppe von Handwerkern, die sich für großartige
Schauspieler halten.
Melody Reich führt ihr Publikum Schritt für Schritt in diesen Wald, atmosphärisch dicht, so dass
die Zuhörenden den kühlenden Schatten der Bäume auf der Haut spüren und die duftige Erde riechen können. Dann erst lässt sie nach und nach alle Figuren mit Hilfe von Küchengeräten und
besonderen Ästen lebendig werden. Poetisch-vergnügt entfaltet sie das Spiel um Eifersucht,
Verwirrung und Verblendung. Sie zeigt mit ihrer Version des bekanntes Stückes eine Schattierung
des Stoffes, die in anderen Inszenierungen nicht zu erleben ist. Auf gekonnte Weise verwebt sie Motive aus klassischen Elfenmärchen in die Geschehnisse im Wald und verknüpft freies Erzählen
mit Figurenspiel.
Am Ende der knappen Stunde gehen alle mit einem Lächeln auf den Lippen nach Hause - und wer
weiß, vielleicht träumt der eine oder die andere in dieser Nacht von einem großen, sommerlichen
Wald.
ca. 19:45 Uhr
Kioomars Musayyebi mit Andreas Heuser
Weltmusik mit vielfältigen Saiten-Dialogen
Kioomars Musayyebi (Santur) und Andreas Heuser (Gitarre) – beide Mitglieder der Ruhrgebiets-Weltmusik-Bigband Transorient Orchestra – begegnen sich musikalisch auf halber Strecke zwischen Orient und Okzident, wobei ihre Instrumente in vielfältige Dialoge miteinander treten.
Sie spielen orientalische Traditionals in neuen Arrangements und Eigenkompositionen, in denen sich musikalische Einflüsse aus Ost und West miteinander verbinden.
Beide verfügen über eine profunde musikalische Ausbildung und langjährige Erfahrungen in unterschiedlichsten musikalischen Konstellationen, sind virtuose Instrumentalisten und individuelle Komponisten.
Fantasievoll nutzen sie die zahlreichen klanglichen und rhythmischen Möglichkeiten ihres Instrumentariums und lassen die Klänge der 72-saitigen persischen Santur, diverser Gitarren und der Violine zu vielfältigen Klangbildern verschmelzen: rhythmisch, dynamisch, lyrisch, meditativ.
Tanz
Junko (Künstlername Junko von Kiefernwäldchen) aus Köln,
geboren in Asakusa, Tokio, lebt derzeit in Köln und ist Tänzerin und Performancekünstlerin.
In ihrer Arbeit verschmelzen Butoh-Tanz, traditioneller Japanischer Tanz und Elemente aus anderen Tanzrichtungen wie Tribal Fusion zu einer meditativen Improvisation.
Ihre Bewegungen entstehen aus inneren Landschaften und dem Dialog mit Raum, Natur und dem Moment.
So öffnet sie einen poetischen Erfahrungsraum zwischen Stille, Präsenz und Transformation."
Jeweils zwischen den Konzerten wird Junko tanzen.
Holzskulpturen
Roger Löcherbachs ist Holzbildhauer und widmet sich der menschlichen Gestalt. Aus ganzen und auffällig gewachsenen Stämmen heimischer Holzarten skulptiert, ja schält er in einem langwierigen Beobachtungsprozess, der der natürlichen Wuchsform nachspürt, einzelne Menschengestalten, oftmals nackt oder spärlich mit Badeanzügen bekleidet.
Diese Skulpturen können vom gestischen Duktus des Arbeitsprozesses, also durch die Spuren der Kettensäge geprägt sein. Deren Haptik kann auch von teilweise stehengebliebener Rinde betont werden. Dann bestimmen nicht Details, sondern die Haltung und Silhouette deren Gesamtwirkung. Andere Arbeiten sind mit Schnitzeisen oder Schmirgelpapier geglättet.
Die so entstandenen Abbilder von verschiedenen Menschentypen scheinen in Haltung und angedeuteter Bewegung deren Wesensart wiederzuspiegeln. Doch wird man auch schnell ihrer Doppelbödigkeit gewahr. Spielen diese bunten und lebensfrohen Arbeiten nicht auf die menschliche Eitelkeit an? Kündet die kraftvolle Präsenz der Figuren nicht auch von der Vergeblichkeit des menschlichen Tuns, von Einsamkeit und Isolation?
Digital Art
Ahang Nakhaei
Die im Iran geborene Künstlerin Ahang Nakhaei lebt seit 2012 in Deutschland und hat ihre Arbeiten in vielen Ausstellungen gezeigt.
Erstmalig zeigt Ahang Nakhaei ihre Bildserie, die digital entstanden ist.
Das stille Gedächtnis der Wände
Wände sind nicht nur Grenzen; sie sind Gedächtnis. Stein und Putz bewahren über Jahre hinweg das, was am Blick der Menschen vorbeizieht: Spuren von Händen, Parolen, Bilder, Wut, Hoffnung und Stille. Menschen kommen und gehen, Generationen wechseln, doch die Wände bleiben und beobachten. Jugend, Alter, Liebe, Angst, Politik, Gewalt und Träume – alles zieht an diesen stillen Flächen vorbei und hinterlässt unsichtbare Spuren. Als wären die Wände Zeugen, deren Erinnerung länger dauert als die der Menschen. Wenn Wände eine Sprache hätten, würden sie Geschichte nicht aus Büchern erzählen, sondern aus Wunden, Kratzern und Schichten von Farbe.
Diese Werkserie ist ein Versuch, die stille Stimme der Wände zu hören.






